Mittwoch, 18. April 2012

Good Days Bad Days...+ Buchtipp am Ende!


Ach du liebe Güte, es ist ja schon wieder eine Ewigkeit her, dass ich etwas geschrieben habe.Mittlerweile hat sich noch mehr verändert. Ich überlege, den Blog komplett neu zu gestalten. Ich habe mit meinem früheren Leben, das Leben, als ich anfing, hier zu posten, abgeschlossen. Abgeschlossen mit den Menschen, die mir wichtig waren. Abgeschlossen mit den Aktivitäten, welche ich gerne tat. Abgeschlossen mit meinem Äußeren. Der einzige Mensch, der mir von dieser Zeit noch immer erhalten geblieben ist und in guten wie in schlechten Zeiten zu mir hielt und hält: mein Freund! Er gab mir den Halt, den ich in dieser schwer auszuhaltenden Zeit benötigte. Veränderungen brauchen Zeit! Genug Zeit, welche meiner Meinung nach bereits vergangen ist. Ich würde sagen, die Reise in die neue Welt- das Abschließen mit der alten, ist erfolgreich geschehen. Ich bin endlich angekommen. Dort, wo ich eigentlich schon lange hin wollte: in die Freiheit! Klingt nun ein bisschen so, als hätte man mich eingesperrt. Ich saß natürlich nicht in einem Käfig oder in einer Zelle oder sonst wo eingeschlossen. Aber mein Herz war gefangen und mein Handeln war nicht aus freiem Willen heraus, mir wurde eine Art zu sein aufgezwungen. Ich war nicht mehr ich selbst. Aus Gutherzigkeit und aus der Überzeugung, meine lieben Mitmenschen nicht verletzen zu wollen, habe ich es geduldet und unterdrückt, es einfach nicht wahrhaben wollen und es mir nicht eingestanden. Im Endeffekt habe ich mich wie ein Hund quälen lassen (ein Hund liebt seinen Menschen, auch wenn dieser ihn ständig verletzt. Ein Hund verzeiht seinem Menschen ALLES! Ich war eindeutig Hund!). Das Alles passierte in meinem Unterbewusstsein. Ich glaubte, ich käme nicht alleine klar, wäre abhängig von meinem Peiniger, habe alles ertragen und jegliche Schuld auf mich genommen, um zu gefallen, um nicht alleine zu sein, um geliebt zu werden!
Durch bestimmte Zufälle wurden mir allerdings die Augen geöffnet, ich sah klar und klarer, dass ich loslassen musste, wenn ich ich sein wollte, und genau das tat ich! Es war wie eine Entlassung aus der Haft, die man unschuldig hat absitzen müssen.
Anfangs viel mir die Veränderung schwer, doch sie tat mir gut. Plötzlich konnte ich mich viel besser mit meinem Freund, meinen Eltern und meinen "neuen alten Freunden" verstehen. Ich wusste nicht einmal, dass genau diese Menschen, die in der Zeit bei mir waren, die einzig wahren Freunde sind. Ich durfte diese Freundschaften vorher schließlich nicht nah genug an mich heranlassen (mehr als oberflächliche Kameradschaft war da nicht drin!), doch auf einmal wurde mir klar, wer Freund und Feind sein sollte! Mit dieser Erkenntnis bin ich glücklich, es ist gut so wie es ist. Manchmal können Verluste eben auch vorteilhaft sein und einem ein neues Lebensgefühl schenken, auf welches man dann überaus stolz sein kann, denn es ist aus eigener Willenskraft entstanden. Es ist so, wie aus einer Sucht zu entkommen.
 Evelin, ich habe dir aus deiner Sucht (Zigaretten) geholfen (wenn auch nur ein wenig, den entscheindenden Schritt hast du schließlich selbst getan!) und nun danke ich dir wirklich von ganzem Herzen, dass du mir ebenfalls aus meiner verholfen hast! Das ist das, was wahre Freunde ausmacht! Man muss nicht jeden einzigen Tag miteinander verbringen, um zu zeigen, wie wichtig jemand einem ist und dass man ihn gern hat. Du hast mir nicht nur das Gefühl gegeben, Freunde zu sein, sondern auch gezeigt, dass ich etwas Wert bin und es durchaus nicht schlecht sein muss, mit mir befreundet zu sein.

Was ist Freundschaft heutzutage? Richitg, eigentlich das Wichtigste für die Seele! Das Problem der heutigen Gesellschaft ist, dass man Menschen viel zu früh "Freund" nennt- meist schon kurz nach dem Kennenlernen. Ich gebe zu, es muss nicht unbedingt eine lange Zeit vergehen, um eine enge Freundschaft aufzubauen, manchmal kann man schon früh erkennen, dass man quasi seelenverwandt ist. Aber "Freundschaft" ist heute viel zu schwammig definiert: Jeder kann Freund sein ( allein auf Facebook hat man ja oft über 100 "Freunde"). 
Aber: "Wahre Freunde" sind kostbar und unbezahlbar, Leute. Wer welche hat, kann sich sehr sehr sehr sehr stolz schätzen. (Ich weiß, jeder glaubt, welche zu haben, aber das meine ich nicht!)
Bin froh, erkannt zu haben, wem wirklich was an mir liegt und wem ich tief im Innern scheißegal war, obwohl man es nie zugegeben hätte. Ich weiß bis heute nicht, was im Kopf dieser Frau vorgeht, was sie sich dabei dachte, so mit mir umzugehen und noch nicht einmal einsah (und einsieht), was sie mir damit antat. 
DAMIT IST ENDLICH SCHLUß!!! 

Sorry, ich musste mir alles von der Seele schreiben, damit es mir besser geht. Seelenfreiden wieder herstellen und so!
                                                                                                                                                    

Jetzt kommt der Buchtipp: Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind.
Auf das Buch bin ich wegen unserer lieben Deutschlehrerin gekommen. Sie wollte mit dem Buch die Schulzeit nach dem Abitur (ja es ist vollbracht, habe es hinter mir;))noch ein wenig interessant gestalten und hat es uns lesen lassen. Bin zwar noch nicht ganz durch, aber es gefällt mir sehr gut. Es ist ein Liebesroman, in welchem Emmi und Leo per Zufall (Fehler beim Eintippen einer Mailadresse) beginnen, sich E-Mails zu schreiben, obwohl sie sich gar nicht kennen. Die beiden entwickeln Interesse für den jeweils anderen und schreiben sich immer häufiger. Und so weiter und so fort. Am Besten, ihr lest mal bei einer Leseprobe im Internet rein. Oder leiht es euch spontan aus der Bibliothek und fangt einfang an, darin zu schmökern.

Tschüßikovski, bis dann, eure Abiturientin Julia

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